Acacia TreeWarum bei Dir die Pumpe angeht, wenn Du präsentierst, einen Vortrag hältst oder in einem Meetings etwas beitragen willst und was Du dagegen tun kannst

Es liegt an all den gefährlichen Kreaturen, die Dich gerne verspeisen würden!
Ja, wirklich! Auch wenn da nur Deine Kollegen oder ein sehr interessiertes Publikum sitzt, es liegt trotzdem an den wilden Kreaturen, die Dirden Garaus machen wollen.
Na gut. Das stimmt natürlich nicht…
Es LAG an den gefräßigen Tieren! 😉

All diese Situationen haben etwas gemeinsam, Du bist besonders präsent, sehr sichtbar. Deshalb reagierst Du leider noch genau so, wie es Deine Vorfahren in der afrikanischen Steppe getan haben.
Damals hat es Sinn gemacht, wegen jeder noch so kleinen Bewegung oder Veränderung um Dich herum, durch Deine gesteigerte Aufmerksamkeit  in den Kampf-oder-Flucht-Modus zu schalten.

In der Gegenwart ist diese Reaktion eher hinderlich. Denn in diesem Zustand bist Du weder souverän, noch besonders denkfähig. Und Du kannst an dem, was da in Dir passiert, willentlich nur sehr schwer etwas ändern. Denn deine Amygdala, bzw. Deine Mandelkerne (Du hast nämlich 2 davon im Hirn), schalten in solchen Situationen auf Autopilot und damit leider jene Teile Deines Gehirnes ab, die Du für eine sachliche Auseinandersetzung über den Sinn oder Unsinn dieser Reaktion erreichen müsstest.

Super erklärt wird das in diesem Video hier: https://youtu.be/cuJ0NfNOGVg

Keine Sorge, es gibt einen recht einfachen Weg auf dem Du trotzdem lernen kannst, mit diesem Ausnahmezustand  so umzugehen, dass Du die Energie dieser Situation sogar für Dich und Deine Absichten nutzen kannst.
Da Dein „Verstand“ leider in den Bereichen Deines Gehirnes zuhause ist, die aus Energiesparsamkeit von Deiner Amygdala abgeschaltet werden, ist der Zugang über das Denken entsprechend  mühsam.
Ich schlage Dir einen anderen Weg vor, den über Deine Muskulatur!
Die wird in diesem Zustand nämlich hervorragend versorgt. Du bräuchtest sie ja auch um dich zu wehren oder Strecke zu machen. Da die Energie, mit der Deine Muskeln dann versorgt werden, unbedingt abgebaut werden muss, ist ein sehr einfacher Trick, Deine Muskeln entsprechend zu nutzen und so die Energie in ihnen abzubauen. Da Du jedoch im Meeting oder bei der Präsentation nicht mal eben eine schnelle Runde um den Tisch machen kannst, musst Du sie anderes nutzen lernen.

Dafür brauchst Du zu allererst die Kontrolle zurück und genau dabei können Dir Deine Muskeln helfen. Dein Körper ist ein verdammt gut konstruiertes Gerät!
Dein Gehirn checkt nicht nur Deine Umwelt, sondern auch alle internen Vorgänge. So erfährst Du zum Beispiel, ob Du Hunger hast. Unter anderem wird auch kontrolliert, wie sich Deine Muskeln verhalten. Wenn Du 15 Minuten wie irre um den Meetingtisch gerannt wärest, würden Deine Muskeln sich irgendwann entspannen! Das wäre das Zeichen an das Gehirn, dass es die Produktion der energetisierenden Stresshormone wieder einstellen und Deinen Verstand wieder an stellen kann.
Rennen geht ja aber leider nicht. Das hatten wir schon geklärt.
Was aber geht, ist willentliches Entspannen Deiner Muskeln.
Du kannst den Teil, in dem Du Dich hektisch zwischen Deinen Kollegen und der Meetingraumwand durchzwängst, einfach überspringen. Der wichtigste Muskelbereich ist dabei Deine Bauchdecke.

Lass Deinen Bauch los. Ja, das hat ganz viel mit Atmung zu tun, aber das führt hier zu weit.
Es reicht, wenn Du erstmal nur übst, in Stresssituationen Deine Bauchdecke locker zu lassen. Es ist der direkte Zugang zum Entspannen aller Muskeln im Körper.
Wenn Deine Bauchdecke locker ist, denkt Dein Hirn alles sei wieder gut und schaltet Deinen Verstand wieder an!
Am besten Du übst das, wenn es nicht darauf ankommt, dann kannst Du von Mal zu Mal auch in den „wichtigen“ Situationen auf das neue Verhalten zurück greifen.

Hier kommt die Anleitung dazu:

Kontrolliere, wenn Du Stress spürst und sonst gerade eh nichts anderes machen kannst (zum Beispiel wenn Deine Bahn wieder Verspätung hat oder wenn Du im Stau stehst oder während Deine Kids durchdrehen, weil sie Zähneputzen sollen), was Deine Bauchdecke gerade macht. Locker wäre richtig. Wobei locker bedeutet, Dein Bauch ist gut zu sehen. – Da sind die eher weniger trainierten Menschen mal klar im Vorteil… 😉
Lass Deinen Bauch willentlich los! Entspanne Deine Bauchdecke. Das geht am besten mit der Atmung. (Richtig atmest Du, wenn Dein Bauch beim Einatmen locker, also mehr wird 😉
Weiter machen –  bis Du spürst, dass Dein Verstand wieder mitspielt!
Du wirst Dich wundern, wie oft am Tag Dein Bauch Dir unbewusst Stress macht…
Bei vielen Menschen spannt sich der Bauch bei jedem Geräusch vom Smartphone an, immer wenn sie das Ping einer neuen Email hören, jedesmal wenn sie ihren Namen hören und so weiter…
Die unbewusste Info an das Hirn ist dann: „Ahhh – schon wieder eine wilde Kreatur, die mich fressen will!“ Das muss nicht sein. Du kannst Dich darin üben, bewusst eine sinnvollere Info an die Instinkte und Prägungen in Deiner Amygdala zu senden.

Die Kraft, die dann nicht mehr für die Spannung in Deiner Muskulatur gebraucht wird, kann dann getrost Deiner Präsentation zu mehr Wirkung verhelfen.