Was für ein tolles Erlebnis:
Anfang April habe ich zu einer Aufzeichnung meiner Vortragsthemen geladen. Der Plan war, dass ich keine perfekte Performance liefern wollte, sondern während dessen daran arbeite.

In den Tagen davor habe ich jeden Tag etwas mehr gelitten. Ich begann den Zweck des Ereignisses zu vergessen und so hat ständig etwas mehr Perfektionismus von mir Besitz ergriffen.

Eigentlich wollte ich doch nur ein paar Aufzeichnungen von mir machen und dazu brauchte ich eben Publikum. Meine Gäste waren da um mich zu unterstützen, ich hatte niemandem einen perfekten Vortrag versprochen. Und doch wollte ich plötzlich Perfektion liefern.

Bis zu dem Moment in dem ich den Raum voller wuseliger Menschen betrat, die sich offensichtlich auf mich freuten und neugierig waren. Da war dann einfach Rührung und ich ließ mich darauf ein etwas unfertiges, unperfektes zu machen, vor den Augen all dieser Menschen, die mir ihre Zeit schenkten.

Ich habe sehr oft nicht weiter gewusst, ich habe einiges „falsch“ gemacht und ich hatte gleichzeitig Spaß!

Und dann kam das Größte: offenbar war es für viele meiner Zuschauer ein ermutigendes Erlebnis mal jemanden ganz genau dabei beobachten zu können, wie er scheitert und wieder aufsteht und neue Wege sucht und weiter macht.
UND dabei auch noch Spaß hat!

Spaß hatte ich weil ich in wunderbarer Gesellschaft war, während ich bei vollem Bewusstsein scheitern durfte, um es dann besser machen zu können.

Das nenn ich mal erfolgreich scheitern! 😀