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Wie ich herausfand, dass es manchmal keinen Sinn macht mir Gedanken darüber zu machen, was mit mir los ist…

Erst hatte ich den Verdacht, dass diese merkwürdige Langsamkeit, diese Neigung mich ablenken zu lassen und diese leichte Orientierungslosigkeit sowas wie verfrühte Alterserscheinungen sein könnten.
Das war ein schrecklicher Gedanke!
Zum Glück kam mir dann der Gedanke, dass Meditieren auch Nebenwirkungen haben könnte und ich war bei Tag 41.
Wirklich!
Ich hatte 41 Tagen jeden Tag meditiert und war echt´ n bisschen stolz auf mich.
Blöderweise wirkte sich das offenbar auf meine mentale Fitness – vorsichtig formuliert – nicht so optimal aus…

Wer seit ca. 2 Monaten am Stück jeden Tag 20 Minuten meditiert, kann doch wohl deutlich mehr Klarheit und Wachheit erwarten!

Als Indiz dafür, dass es ganz sicher Nebenwirkungen der Meditation waren, hatte ich meine ungebrochene Leistungsfähigkeit in der Zeit mit meinen Klienten und meinen Teilnehmern ausgemacht, bei denen ich immer noch sehr fokussiert war.
Nur während meiner Office-Tätigkeiten fühlte ich mich zerflusert und unkonzentriert, immer öfter sogar ermattet und zermartert.

Aber bevor ich bereit war zu glauben, dass ich jetzt eben einfach alt werde und deshalb so merkwürdige Wahrnehmungen von Verwirrung und Erschöpfung habe, war ich amüsanter Weise eher bereit anzunehmen,  es könnte auch an der Meditation liegen.
Bei meiner Recherche dazu fand ich heraus, dass es tatsächlich Studien* gibt, die sich mit den unangenehmen Nebenwirkungen der Meditation beschäftigen und sie bestätigen.

Was sollte ich jetzt tun?
Das Meditieren wieder aufgeben?

Zum Glück konnte ich in der folgenden Nacht das Rätsel meines merkwürdigen Zustandes endlich lösen.
Es war weder eine Alterserscheinung, noch eine unangenehme Nebenwirkung der Meditation:

ICH HATTE EINE ERKÄLTUNG!

Ich habe ganz offensichtlich immer noch viel zu viel Zeit, um mir mit solchem Quatsch die Zeit zu vertreiben…
tssss…

* Deane H. Shapiro (https://www.faculty.uci.edu/profile.cfm?faculty_id=3007) hat zusammen mit Kollegen 1992 herausgefunden, dass sogar 62,9% der Meditierenden so was wie Erstverschlimmerungen bekommen, die sie als sehr unangenehm erleben.