brain gear

Weil mein Gehirn auch nur eines meiner Organe ist

Ich mag den Gedanken, dass mein Gehirn eigentlich nichts weiter als ein weiteres Organ in meinem Köper ist.
Eines, das sich – genau wie zum Beispiel meine Bauchspeicheldrüse – durch mein Verhalten verändern kann. Nun sind es eher unangenehme Gründe, warum mir auffallen würde, dass sich meine Bauchspeicheldrüse verändert hat. Ansonsten bekomme ich dieses kleine Ding nicht weiter mit.

Mein Gehirn dagegen bekomme ich in seiner Funktion und Aufgabe gut mit!
Jeder kleine Gedanke, jede Bewegung, ALLES wird mit meinem Gehirn gesteuert.
Und an diesem Organ wird zur Zeit viel geforscht.
Vor allem seit es bildgebende Verfahren gibt mit denen man beobachten kann, wie es arbeitet.
Mit dieser Technik hat sich unser Wissen über dieses Organ in unserem Kopf enorm erweitert und auch wenn wir damit noch lange nicht fertig sind, einiges wissen wir heute bereits.

Zum Beispiel, dass es unterschiedliche Quellen für positive und negative Gedanken gibt, auch wo sie sich befinden, wurde schon ergründet. 

Meine „negativen“ Gedanken haben im rechten Frontallappen und meine „positiven“ Gedanken im linken Frontallappen, etwas oberhalb des jeweiligen Auges, ihre Quelle. Den auf der rechten Seite, also den mit den eher „negativen Gedanken, nennt man lustiger Weise auch Jammerlappen.
Ich mag diesen Forscherhumor sehr und nenne deshalb die andere Seite Glückslappen.

Das Coole ist, dass Gehirne den Muskeln ähneln. Was viel benutzt wird, wird stärker.
Daher gibt es also große und kleine Glückslappen.
Leider sind es oft eher die Jammerlappen, die mit ihrer Größe beeindrucken und dummerweise gilt hier Größe vor Schönheit. Denn der größere Lappen hat auch die meiste Redezeit in unserem inneren Dialog und damit in unserer Bewertung der Ereignisse in unserem Leben und unserem Blick auf die Welt.

Wenn ich also in meinem bisherigen Leben vor allem viele sorgenvolle und negative Gedanken hatte, auch wenn diese absolut berechtigt waren, meldet sich – egal ob berechtigt oder nicht – automatisch immer der Jammerlappen als erster zu Wort.
Der Glückslappen hat dann kaum eine Chance.

Die gute Nachricht daran ist, dass es zwar einen Automatismus gibt, aber dass du auch genau den benutzen kannst, um den Glückslappen in der Rangfolge nach vorne zu bringen.
In diesem Zusammenhang will ich wieder zum Vergleich mit den Muskeln zurück kommen.
Für einen Marathon würdest du ja auch vorsichtig anfangen zu trainieren und Stück für Stück deinen Körper umbauen.
Genauso kann man auch den Glückslappen stärken.

Der Jammerlappen wächst „aus Versehen“, so wie das kleine Bäuchlein ja auch keine Absicht war. Der Glückslappen braucht deine Ausdauer und etwas Training, so wie es eben auch deine Kondition und deine Muskulatur braucht.
Optimismus und eine positive Lebenshaltung ist also trainierbar!