Ich nehm‘ mir die Zeit!

Ich nehm‘ mir die Zeit!

Weil es mein Luxus ist…

zeit_nehmenVor ein paar Jahren, kurz vor Weihnachten – vielleicht erinnern sich ja einer von euch daran, ich hab drüber geschrieben – habe ich eine Zeit in unserem Hausflur gefunden.
Sie war verwaist.

Ihre Abonnentin, meine Nachbarin, war einen Tag vorher plötzlich verstorben. Und im Anblick der dicken Zeitung, eingeklemmt im Geländer des Treppenhauses, wurde mir damals so schmerzlich bewusst, dass ich die Zeit mit ihr nicht genutzt hatte.
Meine Nachbarin war einfach toll. Sie hat uns mit Kräutern und dem Obst aus ihrem Garten und der Marmelade daraus versorgt. Sie hat uns Kuchen vorbei gebracht, einfach weil er so lecker war dass sie fand, wir sollten auch in den Genuß kommen.

Und immer wieder hat sie vorgeschlagen, wir sollten uns die Zeit nehmen und zusammen unter ihrem Apfelbaum Slibovic trinken.  Und immer wieder habe ich gesagt „Auja! Ich melde mich, hab nur gerade noch so viel zu tun, die Kinder, der Job…“

Und dann war es zu spät. (mehr …)